Was ist Genetik
Sie gehört heute zur Forschung selbstverständlich dazu, ist ein Teil von uns und birgt dennoch mitunter die größten Geheimnisse unserer Existenz. Die Rede ist von der Bausubstanz allen Lebens, der DNA.
Sie ist Untersuchungsgegenstand der Genetik. Abgeleitet vom griechischen γενε? geneá , was „Abstammung“ bedeutet, und γ?νεσις génesis , was „Ursprung“ heißt, gehört die Genetik zum Themenkomplex der Biologie und beschäftigt sich mit den Regeln und materiellen Voraussetzungen der Ausformung erblich bedingter Merkmale. Außerdem erforscht die Genetik die Weitergabe von Genen, also Erbanlagen an die Nachkommen in der nächsten Generation.
Dieses Wissen um die Vererbung bestimmter phänotypischer Merkmale und wie sich welche Gene durchsetzen (dominant oder rezessiv) ist noch ziemlich jung. Erste Schritte machte man im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert. Ihr Begründer ist der Augustinermönch Gregor Mendel. Natürlich forschte er nicht gleich an Menschen oder Tieren, sondern begnügte sich mit Erbsen aus dem Garten seines Klosters, an denen er Kreuzungsexperimente durchführte.
Die von ihm in Folge seiner Ergebnisse aufgestellten Mendel’schen Regeln wurden allerdings erst 1900 verifiziert. Seit dem hat die Genetik gigantische Sprünge hinsichtlich ihrer Fortschritte gemacht und erweist sich heute vor allem mit dem Teilbereich der Molekulargenetik, die in den 1940er Jahren Fuß fasste, als unentbehrliches Forschungsgebiet.
Sie befasst sich mit den Grundlagen der Vererbung auf molekularer Ebene. Die aus ihr hervorgehende Gentechnik wiederum hat die praktische Anwendung der molekulargenetischen Ergebnisse zum Inhalt.
Teilbereiche der Genetik
Die Genetik unserer Zeit teilt sich in verschiedene Bereiche auf:
- Klassische Genetik, von Mendel begründet
- Molekulargenetik, Teilgebiet der Molekularbiologie, befasst sich mit den molekularen Grundlagen der genetischen Vererbung
- Populations-Â und ökologische Genetik beschäftigen sich mit den genetischen Prozessen ganzer Lebensgemeinschaften
- Epigenetik untersucht die nicht auf die DNA-Sequenz zurückführbaren, sondern durch Genregulation bedingten und an die Nachkommen weitergegebenen Eigenschaften
.