Glück im Spiel Pech in der Liebe
…so sagt man ja bekanntlich. Aber ist an dem Spruch wirklich etwas Wahres dran? Wohl eher nicht. Ganz hart ausgedrückt sollte man sogar sagen, dass das Unsinn ist. Im Glück wie in der Liebe geht es mal bergauf, mal bergab.
Wir Menschen sehen nur gerne in allem irgendwo ein Gleichgewicht, einen Ausgleich, aber nur weil wir das gerne so sehen, heißt das nicht, dass es auch tatsächlich so sein muss. Es gibt letztlich sogar Argumente, die gegen diese Redensart sprechen. Im Glücksspiel an sich ist es nämlich egal, wie gut oder schlecht man spielt. Hat der Partner gerade Schluss gemacht und einen verlassen, so wird der Croupier trotzdem nicht öfter als sonst die 27 werfen. Soweit die Tatsache.
Nun kann man aber dagegen halten, dass man bei Spielen, die durchaus etwas Können, also Skill beinhalten bzw. fordern, wohl bei einem harmonischen Umfeld zuhause einfach konzentrierter und entspannter ist als wenn es daheim drunter und drüber geht. Baut man den Spruch also um und sagt "Glück in der Liebe, Skill im Spiel", trifft das schon eher zu. Und dann passt es wohl auch andersherum.
Wieso? Naja, wir alle sind nur Menschen und jemand, der gerne zum Beispiel Poker spielt, neigt vielleicht dazu, einen schlechten Lauf an seinem Partner auszulassen, was dann zwangsläufig zu mieser Stimmung und Streit führt. Klar, der Partner wird sich nicht als Prellbock hinstellen lassen, nur weil der andere schlechte Karten auf der Hand hatte. Der "Spieler" wiederum braucht vermutlich ein Ventil für seinen Frust und das ist dann eben meist der Partner.